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Eine Tagung über »Demokratische Politikwissenschaft« in Köln
Von Arnold SchölzelIm Vorwort zu seiner 1973 in Marburg verteidigten Dissertation »Über Ideologie und Praxis des deutschen Sozialliberalismus« definierte Reinhard Opitz (1934–1986): »Demokratische Politikwissenschaft– oder einfach, was dasselbe ist, exakte.« Dem folgten, wie oft bei dem marxistischen Sozialwissenschaftler und Historiker, mehrere erläuternde Nebensätze, aus denen hervorging: »Exakte Wissenschaft« war für ihn die »Wahrnehmung der Klasseninteressen, die sich in politischen Erscheinungen zur Geltung bringen«. Wie Opitz dieses Analysebesteck handhabte und zu welchen, heute noch aktuellen Resultaten er kam, war Gegenstand einer Tagung zur Erinnerung an Opitz unter dem Titel »Demokratische Politikwissenschaft«, zu der die Marx-Engels-Stiftung Wuppertal und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Wochenende nach Köln eingeladen hatten. Etwa 50 Teilnehmer diskutierten durchweg instruktive Referate.